Aus dem ParlamentFreigericht

Kostenloses Schülerticket: Mehr Freiheit für Schüler*innen

By 20. September 2021 No Comments

In der Gemeindevertretung am Freitag, 17.9. haben die GRÜNEN beantragt, allen Freigerichter Schülerinnen und Schülern, die unter 3 Km von der Kopernikusschule entfernt wohnen und die Mittelstufe besuchen, ein kostenloses Hessenticket zur Verfügung zu stellen.

Das kostenlose Hessenticket wird vom Land Hessen allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt, die weiter als 3 Km von der Schule entfernt wohnen. Diese können damit jederzeit kostenlos in ganz Hessen den ÖPNV nutzen – auch z.B. an den Wochenenden und in den Ferien. Die Schüler*innen, die näher an der Schule wohnen, bekommen dieses aber nicht – eine erhebliche Ungerechtigkeit und auch für einkommensschwächere Familien ein Mobilitätshindernis.

Leider haben CDU, UWG, SPD und GfF den Antrag abgelehnt. Wir meinen: ein kostenloses Ticket gibt unseren Jugendlichen deutlich mehr Freiheit – ist das nicht auch ein großes Ziel der CDU? Die Jugendlichen lernen so selbstverständlich die Nutzung des ÖPNV und erkennen diesen als Alternative zum Individualverkehr an. So wird klimaschonende Mobilität für alle möglich, das müssen wir doch letztlich anstreben.

Insbesondere die CDU begründet ihre Ablehnung mit den hohen Kosten (130.000 Euro sind zu viel für die Mobilität der Jugend, dagegen sind 80.000 Euro für einen eingezäunten Hundeplatz völlig in Ordnung?) und Patrice Göbel wechselt in seinem Redebeitrag noch in den Schmierenwahlkampf-Modus: von den Grünen habe jemand mit dem Auto Flyer ausgetragen… Nun, auch Grüne fahren Auto und auch in der CDU soll es Menschen geben, die sich vegan ernähren oder für ein Tempolimit sind. Was das aber mit dem Antrag – ein Schülerticket für die Jugendlichen – zu tun hat bleibt Göbels Geheimnis.

Schließlich erklärt Göbel auch noch, dass der hessische Wirtschaftsminister von den GRÜNEN ja die Möglichkeit hätte, das Ticket für alle Schüler*innen auszugeben – dabei hätten die hessischen Grünen das sehr gerne getan, aber der Finanzminister vom großen Koalitionspartner CDU fand das offenbar zu teuer. Da sollte sich die CDU mal lieber an die eigene Nase fassen.

Fazit: Freiheit und Mobilität für Mittelstufenschüler*innen und klimafreundliche Mobilität benötigen in Freigericht noch eine Menge Überzeugungsarbeit.