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Diese Gesellschaft darf nicht auseinander brechen!

By 4. März 2018 No Comments

Wir leben in einer besonderen Zeit, in der Flucht und Vertreibung weltweit ungekannte Ausmaße angenommen haben. Dahinter stehen ganz unterschiedliche Fluchtursachen, aber auch viele Lebens- und Leidenswege.

Die meisten Menschen, die derzeit zu uns kommen oder schon bei uns leben, wünschen sich für ihre Heimat nichts sehnlicher als Frieden und Gerechtigkeit. Die Meisten hoffen auf eine Rückkehr in ihre Heimat, denn diese verlässt eigentlich niemand freiwillig.

Auch in Freigericht gibt es viele Familien, deren Eltern und Großeltern zu den Millionen von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg gehören und die das nachempfinden können.
Auch in unserer Gemeinde gibt es viele engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger wie auch Gemeindemitarbeiter, die dafür sorgen, dass die zu uns kommenden schutzsuchenden Menschen mit dem Lebensnotwendigen versorgt werden und auch persönliche Zuwendung und menschliche Begleitung erhalten.

Zugleich sind in unserem Land und auch in unserer Gemeinde die Anzeichen der Ratlosigkeit und Überforderung unverkennbar. Darüber darf man nicht einfach hinwegsehen.

In der öffentlichen Debatte darüber herrscht aber zunehmend ein rauher Ton. Die Zunahme von fremdenfeindlichen Gewalttaten und Gewalttaten von Fremden gibt Anlass zu großer Sorge.

Die Integration von Menschen mit anderer kultureller und religiöser Prägung stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Das können wir leisten, wenn wir gleichzeitig das Wohl der gesamten Gesellschaft und die Bedürfnisse von benachteiligten Menschen im Blick haben. Alle Menschen sollten bei uns von ihrem Lohn leben können oder vom Arbeitslosengeld wenn sie keine Arbeit finden können. Alleinerziehende müssen bezahlbaren Wohnraum finden.

Diese Probleme müssen wir angehen. Integration kann nur gelingen, wenn für alle Menschen Sorge getragen wird. Und dafür müssen wir gemeinsam sorgen, wir alle. Nicht mit Hass und Hetze, nicht mit Fake-News und Lügen, sondern mit Solidarität und dem gemeinsamen Einsatz für unsere Demokratie und unseren Sozialstaat können wir gegen die Brüche ankämpfen, die unserer Gesellschaft drohen. Packen wir es an!