Digitalisierung

Breitband am Rand…

By 18. Juni 2018 No Comments

Die digitale Infrastruktur hinkt in Deutschland im Allgemeinen hinter vielen anderen Ländern her und in Freigericht ist ganz konkret eine deutliche Unterversorgung gegeben. Als Internet-Dienstleister (Hosting-Provider) kann ich das täglich selbst feststellen, an meinem Wohnort in Somborn ist gerade mal eine 16 MBit Leitung möglich, mehr nicht. Meinen Webserver könnte ich hier gar nicht anbinden.

Die Telekom bietet eine Erweiterung auf 50 MBit mittels LTE – also Internet übers Handy! – an, was aber keine vernünftige und vor allem dauerhafte Lösung ist, zumal es dann von der Verbindungsqualität und der Entfernung vom Sendemast abhängt, wie viel beim Endkunden ankommt. Man kann jetzt Gespräche in allen Richtungen führen, aber klar ist doch, dass der Netzausbau im ländlichen Raum letztlich von der Telekom betrieben werden muss. Diese halbstaatliche Firma hat ja auch – im Auftrag der Bundesregierung – den Ausbau der Netze verschlafen (meine Anfrage vom 9.3. an den Gemeindevorstand zum Ausbau der Breitband-Infrastruktur in Freigericht wurde übrigens bis heute nicht beantwortet!). Findet sich doch noch ein alternativer Netzbetreiber, der den Ausbau voran treibt?

Der Bürgermeister muss in dieser wichtigen Angelegenheit deutlich mehr Engagement zeigen. Auch von Seiten des Main-Kinzig-Kreises ist hier, trotz aller Willensbekundungen, durch die SPD-Regierung bzw. nun also Große Koalition noch lange nicht das Ziel erreicht. Die Anbindung unserer Gemeinde liegt weit hinter den Möglichkeiten zurück und wenn nicht umgehend gehandelt wird sind wir auch bald abgehängt.